10:30 Uhr
Eintreffen, zweites Frühstück

11:00 Uhr
Begrüßung und Vorstellung des Programms

11:30 Uhr
Vortragsblock 1

Andreas Siemer – Die Elektrofachkraft in der Praxis

So gut wie jedes Unternehmen betreibt elektrotechnische Anlagen betreibt, die irgendwie an das öffentliche Elektrizitätsversorgungsgesetz angeschlossen sind, sei es mit 230 V oder 400 Volt. Aber nicht jedes Unternehmen weiß, dass nur speziell ausgebildete und sog. „befähigte Personen“ dazu ermächtigt sind, solche Anlagen zu errichten oder Änderungen daran vorzunehmen. Diese Elektrofachkraft ist damit mehr als einfach nur ein Betriebselektriker. Der Vortrag wird die Besonderheiten hervorheben, auf die Unternehmer achten müssen – von Ausbildung über Weiterbildungsnachweise bis hin zu speziellen Anforderungen

Axel Richter – Der ergonomische Arbeitsplatz

Humanität und Wirtschaftlichkeit sind zwei grundlegende Ziele der Gestaltung von ergonomischen Arbeitsplätzen – scheinbar zwei Ziele, bei denen der Konflikt vorprogrammiert scheint. Dabei steht Humanität dafür, dass die Arbeit möglichst menschengerecht gestaltet sein soll. Das führt zu weniger Krankheits- und Ausfalltagen, ist aber auch eine Vorbedingung für optimale Arbeitsergebnisse und zufriedene Kunden. Der Vortrag wird im Wesentlichen die Aspekte Sitz- und Steharbeitszeit sowie ergonomisch ideale Werkzeuge, Beleuchtung sowie Bildschirm- und Büroarbeitsplätze beleuchten.

Jens Diez – (Chronisch) Krank am Arbeitsplatz – sag ich’s oder nicht

Fast jeder dritte Erwerbstätige ist chronisch krank und es stellt sich irgendwann die Frage, wie er damit umgeht. Bei Offenheit ist vielleicht der Arbeitsplatz in Gefahr, bei Verschweigen kann das Ursache für schlechte Arbeitsqualität oder gar Unfälle am Arbeitsplatz sein. Es gibt zwar keine Pflicht, die Krankheit zu melden, aber idealerweise ist die Unternehmenskultur derart offen und positiv den Mitarbeitern gegenüber eingestellt, dass das Vorliegen einer chronischen Krankheit nicht zu negativen Effekten wie sozialer Ausschluss, Degradierung oder gar Kündigung führt. Hier ist insbesondere für die Führungskräfte eines jeden Unternehmens Verständnis und Fingerspitzengefühl gefragt. Der Vortrag zeigt einige Fälle und mögliche Umgangsweisen mit einer derartigen Problematik.

13:00 Uhr
Mittagspause mit Möglichkeit zum Austausch

14:00 Uhr
Vortragsblock 2

• Thomas Dasenbrock – Unternehmerbericht

„Das machen wir nicht selber, das haben wir an einen Sub vergeben“ ist ein Satz, den man häufig hört. Die Verlockung ist groß: Keine feste Anstellung von eigenen Mitarbeitern, die erst noch angelernt und ausgerüstet werden müssen, kein betriebswirtschaftliches Risiko bei Auftragslöchern und maximale Flexibilität. Was sich auf den ersten Blick interessant anhört, hat aber bei genauerer Betrachtung einige Fallstricke. Der Vortrag zeigt auf, dass das Unternehmen und seine Führungskräfte auch für die Arbeitsplatzsicherheit seiner Subunternehmer verantwortlich sind. Und das ist auch sinnvoll, denn nur so können die externen Kräfte die gleiche hohe Qualität liefern und sicher arbeiten.

 

• Sven Böckmann – Evakuierung und Notfallmanagement

An die regelmäßigen Evakuierungsübungen hat man sich als Führungskraft oder Unternehmer ja schon gewöhnt und probiert das einmal im Jahr aus. Aber was ist, wenn es ernst wird? Werden die geprobten Maßnahmen wirklich beherrscht? Und ist festgelegt, wer im Notfall welche Aufgaben hat? Gibt es Vertreter, die kompetent einspringen, wenn die dafür vorgesehen Erstkraft verhindert ist? Das alles sind unangenehme Fragen; das ist aber nichts gegen das Gefühl, wenn im Falle eines echten Notfalls wirklich noch Mitarbeiter irgendwo vermisst werden. In dem Vortrag geht es darum, sich noch einmal über die Wichtigkeit dieses Themas Gedanken zu machen und aus Sicht eines Praktikers zu überprüfen, ob wirklich alle wichtigen Maßnahmen bekannt sind.

• Konstantin Siemer – Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit Managementsystem ISO 45001:20018 

Die Vorschrift DIN ISO 45001 “Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“ ist im Frühjahr 2018 in Kraft getreten und gilt für alle Arten von Unternehmen. Es gibt zwar für die Umstellung eine Übergangsfrist bis zum 11. März 2012, aber das ist auch schon in weniger als zwei Jahren. Bei dieser Norm geht es darum, das Risiko von Verletzungen, Unfällen und arbeitsbedingten Erkrankungen in Unternehmen zu reduzieren, aber auch um Anforderungen an Arbeitsschutz und betriebliches Gesundheitsmanagement. Ziel ist es, dass alle Unternehmen diese Norm in bestehende Managementsysteme integrieren, so dass zukünftig notwendige Zertifizierungen einfacher und leichter gehen. Der Vortrag geht auf die wichtigsten Parameter ein, die Führungskräfte und Unternehmen jetzt schon kennen sollten, um diese Norm umzusetzen.

• Falko Skubinn – Neuerungen durch das geänderte Mutterschutzgesetz

Seit Januar 2018 ist das neue Mutterschutzgesetz in Kraft, aber noch wissen zu wenige Führungskräfte, was das genau bedeutet. Wer jetzt zum erweiterten Personenkreis gehört, welche Pflichten der Arbeitgeber zum Schutz der werdenden Mutter hat, wie die Gefährdungsbeurteilung von Arbeitsplätzen sich ändert und welchen Einfluss es auf Sonn-, Feiertags- und Nachtarbeit hat, wird im Mittelpunkt dieses praxisnahen Vortrags stehen. Der Referent schildert häufig auftretende Fehler und gibt konkrete Tipps, diese zukünftig zu vermeiden.

15:30 Uhr
Kaffee und Kuchen

15:45 Uhr
Vortragsblock 3

• Prof. Dr. Uwe Heil – Arbeitsschutz braucht Kommunikation

Auch wenn die Führungskräfte wissen, dass Arbeitsschutz am Ende des Tages zu besserer Qualität, zufriedeneren Kunden und erfolgreicheren Unternehmen führt: Entscheidend ist doch, dass die „Betroffenen“, also die Mitarbeiter, die geschützt werden sollen, auch davon überzeugt sind und es nicht nur als vorübergehende Idee der Chefs ansehen. Betrieblicher Arbeitsschutz benötigt neben Unterstützung durch die Unternehmensleitung in erster Linie Akzeptanz auf der Ebene der Arbeiter und Angestellten, für die es gemacht wird. In dem Vortrag werden konkrete Möglichkeiten und Wege aufgezeigt, wie die interne Kommunikation in diesem Bereich verbessert werden kann.

 

• Reinhard Hillmann – Revisionssichere Dokumentation im Arbeitsschutz – MaQuR

„Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ scheint das Motto vieler Behörden zu sein, die in unregelmäßigen Abständen in die Unternehmen kommen, um festzustellen, ob alle Arbeitsschutzmaßnahmen korrekt umgesetzt sind. Allerdings muss das auch alles dokumentiert sein, und zwar revisionssicher. Was sich hinter diesem Wort verbirgt, wie manche Aussagen dazu nur wenig mit der Realität zu tun haben und was Unternehmer und Führungskräfte tun können, damit sie alles richtigmachen, zeigt dieser Vortrag anhand eines praktischen Beispiels.

 

• Susanne Ahlers-Wübbeler – Aktuelle Entwicklungen in der Arbeitssicherheit (BGM/BEM)

Neben der Digitalisierung gibt es wohl keinen Bereich in der Wirtschaft, der sich so schnell weiterentwickelt wie das Thema Arbeitssicherheit. Über viele Jahre eher stiefmütterlich vernachlässigt, rückt es seit Jahren immer mehr in den Fokus von Unternehmern und Führungskräften. In diesem Vortrag werden die wichtigsten und relevantesten Änderungen und Entwicklungen vorgestellt; ein thematischer Schwerpunkt liegt im Bereich Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) und Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM). Hier werden die Möglichkeiten aufgezeigt, wie Unternehmen von den neuen Vorschriften stark profitieren können.

 

• Prof. Dr. Christian Vohradsky – Wertschätzung von Mitarbeitern – Mehr als nur ein Kostenfaktor

„Mitarbeiter sind das höchste Gut“. Diese Aussage unterschreiben sicherlich fast 100% aller Unternehmer und Führungskräfte. Dazu entwickeln sie strategische Visionen und Missionen sowie Leitbilder für ihre Mitarbeiter. Allerdings gibt es auch, allerdings hinter vorgehaltener Hand, häufig auch Kritik an ihnen. Zu langsam, dauernd krank, nicht leistungsbereit, so lauten oft die Vorurteile. Aber könnte der Grund dafür nicht auch in den Strukturen in den Unternehmen liegen? Was sich hier ändern könnte, damit Mitarbeiter durch Wertschätzung besser motiviert werden, zeigt dieser Vortrag auf.

17:45 Uhr
Ausklang und Verabschiedung der Teilnehmer